Die Mühle


1800  Die Bockwindmühle wird vom Müller Hayer aus Hagen erbaut und vom Müller Michaelis betrieben. Der Bau wurde genehmigt, da die Bevölkerung in der Marsch mit dem Grundnahrungsmittel Mehr ausreichend versorgt werden musste. Dies war durch die schlechten Transportwege nicht gesichert.  
1850   Die Familie Kayser baut die Bockwindmühle in einen Galerieholländer mit Reetdach um. Sie erhält jetzt zwei Mühlensteine und eine Beutelkiste für das Weizenmehl. 
1896  Die Mühle wird vom Blitz getroffen und brennt bis auf die Galerie nieder. Familie Kayser baut sie in robuster Bauweise wieder auf. Stahlwellen werden eingebaut, die Außenhaut mit Blech verkleidet und es werden wieder Holzflügel verwendet. 
1900  Die Mühle wird an Georg Stegie zwangsversteigert, da die Umbaukosten für den Vorbesitzer zu hoch sind. G. Stegie lässt neue Mühlsteine einbauen und verpachtet den Mühlenbetrieb an die Familie Frevler. Nachdem ein Sturm die Holzflügel der Mühle zerbricht, muss der Mühlenbetrieb für zwei bis drei Jahre ruhen.  
1921  G. Stegies Wohnhaus und die angrenzende Scheune, in der die neuen Mühlenholzflügel lagern, verbrennt nach einem Blitzschlag 
1922  Die Firma Stortmann aus Bremen-Lesum fertigt neue eiserne Flügel. Die Kosten betragen eine Billionen RM Inflationsgeld. Nach der Montage der eisernen Flügel führen die Herren Stegie, Johann Dietrich und dessen Sohn Georg den Mühlenbetrieb gemeinsam weiter. Das Wohnhaus wird nun von Herrn Dietrich bewohnt. 
1923  Die Mühle hat in einem Fachwerkhaus neben der Mühle einen Dieselmotor, der an windstillen Tagen die nötige Antriebsenergie liefert. In der Nähe der Mühle ein Transformator gebaut und die Mühle an das allgemeine Stromnetz angeschlossen.  
1934  Georg Dietrich verlässt die Mühle und übernimmt in Aschwarden einen Bauernhof. 
1935  G. Stegie verkauft die Mühle für 39.000,- RM an die Familie Hinrich Köster aus Loxstedt, die sich fortan mit Reparaturarbeiten und einer gewaltigen Rattenplage herumschlagen. 
1954  Heinrich Köster übernimmt von seinem Vater die Mühle und betreibt sie gemeinsam mit seiner Mutter.  
1962  Die Mühle wird unter Denkmalschutz gestellt, so dass von nun an Zuschüsse des Landkreises für die Erhaltung fließen können. Die herausragendste Reparatur ist die der Windrose. 
1975  Der gusseiserne Drehkranz wird repariert, wofür der mehrere Tonnen schwere Mühlenkopf angehoben werden muss. 
1980  Heinrich Kösters Neffe Heinz-Wilhelm Rönner übernimmt die Mühle. 
1981  Der allgemeine Windmühlenbetrieb wird eingestellt. 
1982  Instandsetzungsarbeiten am Mühlenkopf, den Flügeln, der Galerie und der Windrose werden durchgeführt. Dazu kommen umfangreiche Maurer- und Fugenarbeiten, sowie Tür- und Fenstererneuerungen. Die Kosten der Restaurierungen betragen ca. 160.000,- DM und werden vom Landkreis übernommen.  
1984  Franz Schnelle pachtet die Mühle und sorgt für deren Unterhalt. 
1987   Die Mühlenfreunde Aschwarden gründen sich und am 1. Mai findet das erste Mühlenfest statt. 
1989  Das Dach der Mühle wird mit Schiefer neu eingedeckt. Die Kosten dafür betragen 65.000,- € und werden vom Land Niedersachsen, vom Landkreis Osterholz und von der Gemeinde Aschwarden übernommen. 
2000  Am 1. Mai wird das Jubiläum 200 Jahre Mühlenstandort Aschwarden und 150 Jahre Galerie-Holländer gefeiert. Der Verein Mühlenfreunde Aschwarden e.V. wird beim Amtsgericht Osterholz ins Vereinsregister eingetragen. 
2001  Erste Verhandlungen über eine Restaurierungen der Mühle werden geführt. Geplant ist, die Flügel der Mühle zu erneuern, den Drehkranz zu reparieren und die Windrose wieder an ihrem alten Platz zu setzen. Die Kosten der Restauration betragen ca. 150.000,- €.  
2004  Am 26. Mai 2004 beginnen die Restaurierungsarbeiten durch die Firma Vaags aus Holland. Sie werden am 31. August 2004 beendet. 

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